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Wie Kinder Buchstaben lernen

Die meisten Kinder entwickeln im letzten Kindergartenjahr irgendwann das Interesse an Buchstaben und oftmals relativ zeitgleich an Zahlen. Nun wollen wir unser Kind nicht bremsen, der Schule aber auch nicht zu viel vorgreifen – was können wir also tun und wie unterstützen wir unser Kind am besten, wenn es Buchstaben lernen möchte?

Buchstaben und Anlaute spielerisch lernen

Zeigt das Kind Interesse an Buchstaben bzw. möchte es Buchstaben lernen, ist es wichtig, die Buchstaben für Kinder immer in einem Kontext anzubieten. Damit ist gemeint, die Buchstaben immer zusammen mit Bildern zu zeigen, die den passenden Anlaut haben. Also Buchstaben mit Dingen zu verbinden, die mit diesem Buchstaben beginnen. So kannst du zum Beispiel beim Buchstaben „A“ Dinge aus der Umgebung des Kindes benennen und in Beziehung mit dem Symbol „A“ bringen, z.B. „A“ wie Ameise, „A“ wie Apfel, „A“ wie Ananas, „A“ wie Ast, „A“ wie Anna (wenn vielleicht die Schwester, Tante, Freundin so heißt) usw.

Auf diese Art und Weise prägt sich das Kind den Buchstaben auch besser ein und das Tolle ist, dass man Anlaute spielerisch lernen kann.

Man braucht dazu kaum Material, sondern kann sich gemeinsam mit dem Kind auf die Suche nach Dingen oder Namen machen, die mit dem Buchstaben „A“ beginnen, also bei denen man am Anfang des Wortes ein „A“ hört.

Wollen Kinder Buchstaben lernen so läuft das meistens über den eigenen Namen. Die Kindern fragen wie die einzelnen Buchstaben heißen und wollen vielleicht auch ihren Namen schon schreiben. Dann folgen oft die Namen der Geschwister, sowie Mama, Papa und Oma und Opa. Schreibe deinem Kind ruhig den Namen vor und beginne zuerst mit Blockschrift (also nur mit den Großbuchstaben). Wenn Kinder Buchstaben lernen kann bei den ersten Schreibversuchen eigentlich noch nicht vom richtigen Schreiben die Rede sein. Die ersten Schreibversuche sind eher ein mehr oder weniger geschicktes Abmalen. Auch hier gilt: Übung macht den Meister!

Und keine Sorge: Auch wenn Kinder Buchstaben des eigenen Namens vertauschen oder spiegelverkehrt schreiben ist das in dieser Phase noch völlig normal. Beim eigenen Namen brauchst du auch keine Bedenken zu haben, dass du der Schule zu viel vorweg nimmst – im Gegenteil! Den eigenen Namen relativ schnell zu Papier zu bringen, erwarten die meisten Schulen sogar von deinem Kind.

Was du vermeiden solltest ist seiten- bzw. zeilenweises Schreiben einzelner Buchstaben!

Warum die richtige Aussprache wichtig ist

Wenn du Buchstaben für Kinder benennst, acht bitte darauf NICHT den Buchstaben-Namen zu nennen (z.B. „Be“, „eM“, „Ka“), sondern wirklich den dazu passenden Laut (also „b“, „m“, „k“). Der Laut ist der Klang eines Buchstaben bzw. kann ein Laut auch aus mehreren Buchstaben bestehen (z.B. „pf“, „sch“). Benennst du den Laut und nicht den Buchstaben erleichterst du deinem Kind das Lesen- und Schreiben-Lernen. Dadurch werden nämlich Skelettschreibweisen wie Ktr anstatt Kater vermieden und es passiert auch nicht, dass das Kind beim Wort Bild „be-i-el-de“ liest.

Buchstaben im Alltag

Kennen Kinder dann schon einen oder auch mehrere Buchstaben, beginnen sie im Alltag den bekannten Buchstaben überall zu entdecken. Das passiert meistens ganz von alleine, weil die Buchstaben für Kinder plötzlich richtig interessant werden und sie stolz darauf sind, wenn sie Buchstaben erkennen. Möchtest du ein wenig nachhelfen, kannst du dein Kind dazu animieren im Alltag z.B. bei Straßenschildern, auf Autokennzeichen oder auf der Milchverpackung auf die Suche nach bekannten Buchstaben zu gehen.

Oftmals findet man auch in der Natur bei Ästen, Steinen oder auch bei Werkzeugen (z.B. die Säge sieht aus wie ein D) Buchstaben-Formen.

Spaß macht auch den eigenen Namen aus Naturmaterialien (z.B. Blumen, Steine, Zweige, …) aufzulegen.

Mundmotorik – wie wird der Buchstabe mit dem Mund gebildet?

Bei manchen Buchstaben bzw. bei noch etwas jüngeren Kindern macht es Sinn die Mundmotorik beim Sprechen der Buchstaben für Kinder bewusst übertrieben zu machen. Anders gesagt, beim Buchstaben-Lernen artikuliere ich den neuen Buchstaben ganz besonders deutlich und mache dem Kind auch bewusst, wie sich der Mund bei Sprechen dabei formt. Dabei kann man dem Kind auch einen Spiegel in die Hand geben, damit es den eigenen Mund beim Sprechen beobachten kann. Das macht den meisten Kindern großen Spaß und hat gleichzeitig einen spielerischen Lerneffekt. Durch diese Übung vermeidet man auch Verwechslungen bei ähnlichen Buchstaben wie „m“ und „n“ oder „d“ und „t“.

Wichtig bei allen Übungen vor der Schule, wenn Kinder Buchstaben lernen wollen sind, Freude und Spaß am Lernen!

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